Autonomes Zentrum Köln

Autonomes Zentrum Köln Unabhängig, selbstverwaltet & unkommerziell. Raum linksradikaler Politik, sozialer Projekte, Kunst und Kultur. Das Autonome Zentrum ist ein Treffpunkt für organisierte und nicht-organisierte Menschen aus den verschiedensten sozialen, politischen und kulturellen Zusammenhängen.

Es bietet einen unkommerziellen Raum für Ausstellungen, Infoveranstaltungen, Gruppentreffen, Konzerte, Parties, Kneipe, Essen, Kino und vieles mehr. [...] Im Autonomen Zentrum wird entlang emanzipatorischer Inhalte parteiunabhängige Politik und Kultur betrieben. [...] Das Gelingen der Veranstaltungen und der Fortbestand des Autonomen Zentrums liegen bei verantwortungsbewussten Besucher_innen, die sich immer als handelnde Subjekte und nicht als passive Konsument_innen wahrnehmen.

Wie gewohnt öffnen

+++Donnerstag im AZ: Antifa ConnAct mit der Antifaschistische Gruppe CGN & Friendz*+++ab 18 Uhr KüfA & Molotow-Cocktail ...
10/11/2021

+++Donnerstag im AZ: Antifa ConnAct mit der Antifaschistische Gruppe CGN & Friendz*+++

ab 18 Uhr KüfA & Molotow-Cocktail Bar
19 Uhr Vortrag: Karneval im Nationalsozialismus
im Aschluss: Mobi Votrag & letzte Infos zu Remagenmit NS Verherrlichung stoppen

Außerdem könnt ihr Bustickets für die Demo gegen den AfD Bundesparteitag in Wiesbaden erwerben mit Antifaschistisches Aktionsbündnis - Köln gegen Rechts.

Für die Veranstaltung gilt 2G + Schnelltest vor Ort. Kommt gerne pünktlich, da der Einlass auf 30 Personen beschränkt ist.

Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/265967555337107

+++Aktionstraining: Lützerath verteidigen!+++Diesen Sonntag gemeinsam mit Interventionistische Linke Köln ab 15 Uhr im A...
05/11/2021

+++Aktionstraining: Lützerath verteidigen!+++
Diesen Sonntag gemeinsam mit Interventionistische Linke Köln ab 15 Uhr im AZ Köln.

Denkt bitte an Maske (wer gut vermummt, bleibt stets gesund!) 2G + Schnelltest. Wir haben im AZ einige Schnelltests vorrätig, die ihr gegen Spende gerne nutzen könnt.

In den nächsten Wochen geht es in Lüzerath ab! Passend dazu bieten wir für alle, ob erfahren oder erste Aktion, ein Aktionstraining an. Hier bekommt ihr alle Infos zur aktuellen Lage in Lüzerath und wir beantworten eure Fragen. Falls ihr noch Menschen sucht, mit denen ihr nach Lüzerath und/oder in die nächste Aktion gehen wollt, werden es auch die Möglichkeit einer Bezugsgruppenfindung geben.

🔶 Wann? 7.11. um 15 Uhr
🔶 Wo? Im AZ Innenhof, bei Regen in der AZ Garage
🔶 Wie? 2G + tagesaktueller Schnelltest

Erstveröffentlichung auf Indymedia unter https://de.indymedia.org/node/155954"Wir scheißen auf Verbot und Strafen: Auton...
21/10/2021

Erstveröffentlichung auf Indymedia unter https://de.indymedia.org/node/155954

"Wir scheißen auf Verbot und Strafen: Autonom, widerständig und unversöhnlich von Köln nach Leipzig

Jetzt erst recht! Die bundesweite Demonstration zur Verteidigung Linker Politik „Alle Zusammen“ am 23.10. in Leipzig wurde Anfang der Woche von der Versammlungsbehörde der Stadt Leipzig ersatzlos verboten. Das von den Bullen und der Naziinstitution Verfassungsschutz Sachsen vorangetriebene Verbot unserer Demonstration reiht sich ein in eine immer länger werdende Liste staatlicher Angriffe auf Linke Politik. Das Verbot schreckt uns nicht ab, sondern bestärkt uns nur darin, am Samstag nach Leipzig zu fahren und zusammen die herrschenden Verhältnisse zum Tanzen zu bringen.
Gründe hierfür gibt es mehr als genug.

Der Ausverkauf der Stadt findet auch in Köln statt. Die Immobilieninvestmentfirma Pandion AG schielt nach dem Gelände des Bauwagenplatzes Osterinsel. Die Stadt Köln hat ihre Pläne, die Liegenschaft des Wagenplatzes Wem gehört die Welt zu veräußern weiterhin nicht endgültig vom Tisch genommen. Das selbstverwaltete Wohnprojekt Obdachlose mit Zukunft wurde aus seiner Besetzung getrieben und in eine Immobilie gedrängt, die es den Bewohner*innen unmöglich macht, selbstverwaltete Strukturen aufzubauen. Der Nutzungsvertrag zwischen Stadt und dem Autonomen Zentrum Köln läuft Ende diesen Jahres aus, damit die verantwortlichen Städteplaner das Gebäude abreißen und anschließend dort Rollrasen verlegen können, nur um ihrem Traum von Gentrifizierungsprojekt Parkstadt Süd näher zu kommen.

Linke Strukturen und antifaschistische Praxis werden auch in Köln kriminalisiert. Der Verfassungsschutz des Landes NRW dämonisiert in seinem Bericht antifaschistische Gruppen, das Autonome Zentrum Köln und Klimagerechtigkeitsgruppen. Mehrere Anquatschversuche durch den Verfassungsschutz verdeutlichen den Wunsch der Schweine in unsere autonomen Strukturen einzudringen. Autonome und antifaschistische Praxis werden von der Polizeidirektion Köln wahlweise als besonders schwere Störung einer öffentlichen Versammlung oder besonders schwerer Landfriedensbruch kriminalisiert und es wird versucht unsere Freund*innen mit konstruierten Tatvorwürfen einzuschüchtern.

Die Bullen sind nie und nirgendwo weder Freund noch Helfer. Der Bullenangriff auf das Projekt Sozialistische Selbsthilfe Köln, bei dem ein Besucher von der Kölner Hundertschaft verschleppt und in einem Hundertschaftswagen in einer dunklen Seitenstraße misshandelt und schwer verletzt wurde, ist nur eines von vielen Beispielen. Die psychische Folter von jugendlichen FridaysForFuture Aktivist*innen im zurückliegenden Frühjahr in der für (sexualisierte) Gewalt bekannte Bullenwache Köln Kalk ein weiteres.

Deswegen sehen wir uns am Samstag in Leipzig. Wir nehmen unser Recht zu demonstrieren selbst in die Hand, anstatt auf die Gnaden irgendwelcher Gerichte zu hoffen. Wir treiben die Schweine, die uns das Verwehren wollen, in die Defensive und wir nehmen uns die Straßen und Plätze!

Ob Köln, Leipzig oder sonst wo: Ein Demoverbot heißt für uns nicht out of action, sondern out of control unseres Widerstandes für die Bullen. Bereiten wir uns also vor und geben den verantwortlichen Schweinen von Staat und Kapital die Bilder, die sie brauchen, um Angriffe auf unsere Strukturen und unsere Leben zukünftig zu unterlassen.

Wir sehen uns auf der Straße!
Wir sehen uns in Leipzig!
Kein Tag ohne!

Liebe Grüße Autonome"

Erstveröffentlichung auf Indymedia unter https://de.indymedia.org/node/155954

"Wir scheißen auf Verbot und Strafen: Autonom, widerständig und unversöhnlich von Köln nach Leipzig

Jetzt erst recht! Die bundesweite Demonstration zur Verteidigung Linker Politik „Alle Zusammen“ am 23.10. in Leipzig wurde Anfang der Woche von der Versammlungsbehörde der Stadt Leipzig ersatzlos verboten. Das von den Bullen und der Naziinstitution Verfassungsschutz Sachsen vorangetriebene Verbot unserer Demonstration reiht sich ein in eine immer länger werdende Liste staatlicher Angriffe auf Linke Politik. Das Verbot schreckt uns nicht ab, sondern bestärkt uns nur darin, am Samstag nach Leipzig zu fahren und zusammen die herrschenden Verhältnisse zum Tanzen zu bringen.
Gründe hierfür gibt es mehr als genug.

Der Ausverkauf der Stadt findet auch in Köln statt. Die Immobilieninvestmentfirma Pandion AG schielt nach dem Gelände des Bauwagenplatzes Osterinsel. Die Stadt Köln hat ihre Pläne, die Liegenschaft des Wagenplatzes Wem gehört die Welt zu veräußern weiterhin nicht endgültig vom Tisch genommen. Das selbstverwaltete Wohnprojekt Obdachlose mit Zukunft wurde aus seiner Besetzung getrieben und in eine Immobilie gedrängt, die es den Bewohner*innen unmöglich macht, selbstverwaltete Strukturen aufzubauen. Der Nutzungsvertrag zwischen Stadt und dem Autonomen Zentrum Köln läuft Ende diesen Jahres aus, damit die verantwortlichen Städteplaner das Gebäude abreißen und anschließend dort Rollrasen verlegen können, nur um ihrem Traum von Gentrifizierungsprojekt Parkstadt Süd näher zu kommen.

Linke Strukturen und antifaschistische Praxis werden auch in Köln kriminalisiert. Der Verfassungsschutz des Landes NRW dämonisiert in seinem Bericht antifaschistische Gruppen, das Autonome Zentrum Köln und Klimagerechtigkeitsgruppen. Mehrere Anquatschversuche durch den Verfassungsschutz verdeutlichen den Wunsch der Schweine in unsere autonomen Strukturen einzudringen. Autonome und antifaschistische Praxis werden von der Polizeidirektion Köln wahlweise als besonders schwere Störung einer öffentlichen Versammlung oder besonders schwerer Landfriedensbruch kriminalisiert und es wird versucht unsere Freund*innen mit konstruierten Tatvorwürfen einzuschüchtern.

Die Bullen sind nie und nirgendwo weder Freund noch Helfer. Der Bullenangriff auf das Projekt Sozialistische Selbsthilfe Köln, bei dem ein Besucher von der Kölner Hundertschaft verschleppt und in einem Hundertschaftswagen in einer dunklen Seitenstraße misshandelt und schwer verletzt wurde, ist nur eines von vielen Beispielen. Die psychische Folter von jugendlichen FridaysForFuture Aktivist*innen im zurückliegenden Frühjahr in der für (sexualisierte) Gewalt bekannte Bullenwache Köln Kalk ein weiteres.

Deswegen sehen wir uns am Samstag in Leipzig. Wir nehmen unser Recht zu demonstrieren selbst in die Hand, anstatt auf die Gnaden irgendwelcher Gerichte zu hoffen. Wir treiben die Schweine, die uns das Verwehren wollen, in die Defensive und wir nehmen uns die Straßen und Plätze!

Ob Köln, Leipzig oder sonst wo: Ein Demoverbot heißt für uns nicht out of action, sondern out of control unseres Widerstandes für die Bullen. Bereiten wir uns also vor und geben den verantwortlichen Schweinen von Staat und Kapital die Bilder, die sie brauchen, um Angriffe auf unsere Strukturen und unsere Leben zukünftig zu unterlassen.

Wir sehen uns auf der Straße!
Wir sehen uns in Leipzig!
Kein Tag ohne!

Liebe Grüße Autonome"

#Solidarität mit @KopiBleibt von #Köln nach #Berlin.#Hausbesuch bei der Pandion AG Immobilienfirma, die das Gelände vom ...
15/10/2021

#Solidarität mit @KopiBleibt von #Köln nach #Berlin.
#Hausbesuch bei der Pandion AG Immobilienfirma, die das Gelände vom #Wagenplatz #Osterinsel aufkaufen will.
Danach gab es wohl ne #Sponti durch die Innenstadt mit Sachschaden, Kreuzungsblockade & Barrikaden.
Geräumt wurde der #Wagenplatz #Koepibleibt #koepi im Auftrag der „Eigentümer*in“ Briefkastenfirma Startezia GmbH mit Sitz in der #Köln|er Innenstadt auf der Gertrudenstraße 30.
#wirvergessennie #JEDERäumunghatihrenPreis
#koepi #Koepibleibt #k1510 #b1510 #onestruggleonefight #wirbleibenalle #keintagohne

📢 Nächste Woche gibts pünktlich zum Semesterstart die nächste Runde KORK - Kritische Orientierungswoche KölnVon Vorträge...
14/10/2021

📢 Nächste Woche gibts pünktlich zum Semesterstart die nächste Runde KORK - Kritische Orientierungswoche Köln

Von Vorträgen über Filmabend, Stadtrallye und Party ist alles mit dabei. Bei der Gelegenheit könnt ihr auch einige der im AZ vertretenen Politgruppen kennenlernen: Ende Gelände Köln, Interventionistische Linke Köln, AufBäumen, Seebrücke Köln uvm!

Das ganze ist auch eine richtig gute Gelegenheit ein paar linke Orte in Köln kennenzulernen, denn das ganze findet nicht nur im Hörsaal statt! Sagt euren Friends Bescheid und kommt rum!

Jeaa das KOrK-Programm ist da!!!🥳🥳🥳
Mehr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen findet ihr hier in den nächsten Tagen.
Und weil wir mal wieder spät dran sind mit dem Programm: alle mal teilen teilen teilen! 😎🍾

23/09/2021

Offenes Plenum von Ende Gelände Köln
Heute | 20 Uhr | AZ Köln

Denkt an 2G + Schnelltest!

28/08/2021
Morgen im Innenhof: AntiRep TresenDenkt an 3G - Geimpft, getestet oder genesen.Details siehe SharePic.
28/07/2021

Morgen im Innenhof: AntiRep Tresen
Denkt an 3G - Geimpft, getestet oder genesen.
Details siehe SharePic.

Morgen im Innenhof: AntiRep Tresen
Denkt an 3G - Geimpft, getestet oder genesen.
Details siehe SharePic.

* AntiRepressionsTresen | Donnerstag, 29.07. | 18 Uhr *Wir wollen mit euch zusammen den Sommer bei Kaltgetränken und Mus...
23/07/2021

* AntiRepressionsTresen | Donnerstag, 29.07. | 18 Uhr *

Wir wollen mit euch zusammen den Sommer bei Kaltgetränken und Musik genießen. Ganz nebenbei wollen wir uns mit euch auch über aktuelle Kämpfe und Repression austauschen. Die Spenden gehen an das AZ und die Anti-Repressionsarbeit unserer Gruppen.

Erscheint bitte getestet, genesen oder geimpft und denkt an eure medizinischen Masken!

Rote Hilfe OG Köln-Leverkusen + AntiRRR – Antirepressionsgruppe Rheinisches Revier + ABC Rheinland + Solidarity 1803 + out of action Köln

* AntiRepressionsTresen | Donnerstag, 29.07. | 18 Uhr *

Wir wollen mit euch zusammen den Sommer bei Kaltgetränken und Musik genießen. Ganz nebenbei wollen wir uns mit euch auch über aktuelle Kämpfe und Repression austauschen. Die Spenden gehen an das AZ und die Anti-Repressionsarbeit unserer Gruppen.

Erscheint bitte getestet, genesen oder geimpft und denkt an eure medizinischen Masken!

Rote Hilfe OG Köln-Leverkusen + AntiRRR – Antirepressionsgruppe Rheinisches Revier + ABC Rheinland + Solidarity 1803 + out of action Köln

+ Morgen im AZ Innenhof +Getestet, geimpft oder genesen Ende Gelände Ende Gelände Köln Mobimaterial abholen:
13/07/2021

+ Morgen im AZ Innenhof +
Getestet, geimpft oder genesen Ende Gelände Ende Gelände Köln Mobimaterial abholen:

+ Morgen im AZ Innenhof +
Getestet, geimpft oder genesen Ende Gelände Ende Gelände Köln Mobimaterial abholen:

AUF GEHTS, AB GEHTS, ENDE GELÄNDE!Heute 18 - 20 Uhr Mobimaterial im AZ Hof abholenDenkt an 3G Aktivisti*-Standard - Geim...
06/07/2021

AUF GEHTS, AB GEHTS, ENDE GELÄNDE!
Heute 18 - 20 Uhr Mobimaterial im AZ Hof abholen
Denkt an 3G Aktivisti*-Standard - Geimpft, Getestet oder Genesen - und tragt ne Maske.

AUF GEHTS, AB GEHTS, ENDE GELÄNDE!
Heute 18 - 20 Uhr Mobimaterial im AZ Hof abholen
Denkt an 3G Aktivisti*-Standard - Geimpft, Getestet oder Genesen - und tragt ne Maske.

Heute (Samstag) | 20 - 23 Uhr | Köln Rudolfplatz***KEIN TAG OHNE AZ KÖLN KUNDGEBUNG***Autonome Freiräume verteidigen und...
03/07/2021

Heute (Samstag) | 20 - 23 Uhr | Köln Rudolfplatz
***KEIN TAG OHNE AZ KÖLN KUNDGEBUNG***
Autonome Freiräume verteidigen und erweitern!

+++ Eilversammlung | Morgen (Montag) | 19 Uhr | Köln RudolfplatzNach dem massiven Angriff der Polizei am Samstag in Düss...
27/06/2021

+++ Eilversammlung | Morgen (Montag) | 19 Uhr | Köln Rudolfplatz

Nach dem massiven Angriff der Polizei am Samstag in Düsseldorf auf die Demo gegen das geplante VersammlungsgesetzNRW gehen wir morgen gemeinsam auf die Straße um unsere Wut über eine völlig entfesselte Schlägertruppe in Uniform zu zeigen.

Jetzt erst Recht! Gegen Polizeigewalt und das Versammlungsgesetz NRW!

Knapp 8.000 Menschen demonstrierten am Samstag in Düsseldorf gegen das von der schwarz-gelben Landesregierung unter Armin Laschet geplante Versammlungsgesetz. Dieses soll der Polizei noch mehr Möglichkeiten zur Unterbindung von Versammlungen und der Durchführung von Repression einräumen. Bereits kurz nach Beginn der Demonstration stellte die Polizei unter Beweis, dass sie nicht die politisch neutrale Institution ist, als die sie sich in der Öffentlichkeit gerne darstellt.

Unter den fadenscheinigen Vorwänden, wie „Vermummung“ oder angeblich zu hoch gehaltener Transparente, wurde der Antifa-Block von vornherein immer wieder gestoppt, mit Schlagstock und Pfefferspray angegriffen, was letztlich im Polizeikessel endete: Über Stunden wurden Aktivist:innen bei knapp 30 Grad Trinkwasser und Toilettengänge verwehrt. Die Bilanz: 100 Verletzte, die durch Sanitäter:innen behandelt werden mussten, 8 Rettungswagen, 2 Notarzteinsätze.

Vom polizeilichen „Ausschluss“ des Blocks von der Versammlung bis zu massiver körperlicher Gewalt gegen Aktivist:innen auf der Heimreise in der nahe gelegenen Tiefgarage, ließ die Polizei keine Schikane aus, um klar zu machen, was sie von linkem und zivilgesellschaftlichem Protest hält. Dass dann ein Polizeiwagen mit mörderischem Tempo von seinem grinsenden Fahrer so knapp an der Demo vorbeifuhr, dass nur noch von Glück gesprochen werden kann, dass niemand überfahren wurde, ist nur einmal mehr der Beweis, dass von Einzelfällen längst keine Rede mehr sein kann.

Die Polizei ist, das hat sie gestern gezeigt, politisch und sie ist Teil des Rechtsrucks, der sich in Gesetzesverschärfungen wie der aktuell geplanten ausdrückt. Der gestrige Gewaltexzess, der sich neben Demonstrierenden auch gegen Journalist:innen und Abgeordnete richtete, ist Teil dieser Entwicklung und doch nur Vorgeschmack darauf, was noch kommen mag. Das Versammlungsgesetz ist eine weitere Stellschraube der staatlich beförderten Eskalationsspirale, die in den letzten Jahren vermehrt darauf zielt zivilgesellschaftlichen und linken Protest zu erschweren, zu unterbinden und demokratische Rechte auszuhöhlen.

Das wollen wir uns nicht weiter gefallen lassen und sagen: JETZT ERST RECHT! Gegen Polizeigewalt und das Versammlungsgesetz!

Wir treffen uns Montag (28.06.) um 19 Uhr auf dem Rudolfplatz und zeigen Armin Laschet, was wir von ihm und seinen Gesetzen halten.
Denkt an Euren Mund-Nasen-Schutz und macht vorher einen Test!
EA (Ermittlungsausschuss): 0178 4681182
Der EA ist kein Infoteleforn, ruft nur an wenn ihr eine Festnahme beobachtet oder selber festgenommen werdet.

#NoVersGNRW #VersGNRWStoppen

Morgen (Samstag) von Köln nach Düsseldorf. Gegen das geplante Versammlungsverhinderungsgesetz von CDU & FDP. Wir sehen u...
25/06/2021

Morgen (Samstag) von Köln nach Düsseldorf. Gegen das geplante Versammlungsverhinderungsgesetz von CDU & FDP.
Wir sehen uns zur gemeinsamen Anreise um 11.30 Uhr am Hbf Vorplatz und danach im Nika- oder Klimagerechtigkeitsblock.

Weiter Infos siehe Bündnis Versammlungsgesetz NRW stoppen.

via noLager:Heute Vortrag (online) zum Thema "Abschiebung aus der Unterkunft - ..."Freitag Demo in Düsseldorf mit gemein...
22/06/2021

via noLager:
Heute Vortrag (online) zum Thema "Abschiebung aus der Unterkunft - ..."
Freitag Demo in Düsseldorf mit gemeinsamer Zuganreise
Sonntag Kundgebung Köln Heumarkt
(Details siehe SharePics)

[Dokumentation des Aufrufs unserer Friendz* vom SSK Ehrenfeld]Kundgebung gegen Polizeigewalt:Wann?: Freitag, 02. Juli 20...
22/06/2021

[Dokumentation des Aufrufs unserer Friendz* vom SSK Ehrenfeld]

Kundgebung gegen Polizeigewalt:
Wann?: Freitag, 02. Juli 2021 ab 18 Uhr
Wo?: Venloer Straße 354 vor der Polizeiwache Köln-Ehrenfeld

Triggerwarnung: Die folgenden Schilderungen beschreiben Gewaltakte durch die Polizei, die bei Opfern von Gewalt Traumata wieder aufleben lassen können.

In der Nacht von Samstag, den 5. Juni auf Sonntag überfiel die Kölner
Polizei den SSK-Ehrenfeld, zerrte einen Bewohner und Kollegen, der auch
Vereinsmitglied ist, vom Grundstück des SSK und brachte ihn gewaltsam
zu Boden. Bevor sie ihn fesselten, misshandelten sie ihn, traten und
schlugen ihn und brachen ihm dabei den einen Arm auf Höhe des Ellbogens
und verletzten die Hand des anderen Arms. Daraufhin verfrachteten sie
ihn in ein Polizeifahrzeug, fuhren davon, um kurze Zeit später wieder
anzuhalten. In einer völlig unbelebten Gasse in Ehrenfeld wartete ein
weiteres Polizeifahrzeug auf sie, und es folgten weitere Misshandlungen
im Polizeiwagen. Polizisten rammten mehrfach dem auf dem Rücksitz
sitzenden, entführten SSK-Mitglied die Rückenlehne des Beifahrersitzes
auf seinen Oberkörper und quetschten ihn so mit seinem gebrochenen Arm
immer wieder ein.

Daraufhin fuhren die Gewalttäter in Polizeiuniform das Opfer ins
Zentralgewahrsam im Präsidium Köln-Kalk, wo er zwangsweise n***t
ausgezogen wurde. In eine Zelle gesperrt wurde er stundenlangem
Psychoterror ausgesetzt. Um 6.20 Uhr am Morgen wurde er schließlich auf
die Straße gesetzt mit geschwollenen, gebrochenen Armen, Hämatomen und
Prellungen am ganzen Körper - misshandelt, verprügelt, verletzt,
beleidigt und gedemütigt.

Im Gewahrsam hatte ein Arzt der Polizei dem Gewaltopfer lediglich Blut
abgenommen, sich jedoch nicht um seine Verletzungen gekümmert und diese
nicht angemessen versorgt bzw. versorgen lassen. Im Gegenteil wurde ihm
der gebrochene Arm gewaltsam fixiert und die Nadel in diesen verletzten
Körperteil gestochen.

Der Verletzte musste nach Entlassung aus dem Gewahrsam selbst ärztliche
Hilfe suchen. Er begab sich in ein Krankenhaus, wo seine Fraktur
versorgt und sein Arm in Gips gelegt wurde. Inzwischen zeigt sich, dass
auch Sehnen des Arms verletzt sind.

Anlass für den Polizeieinsatz war die Alarmierung durch einen Nachbarn,
der widerrechtlich auf das SSK-Gelände eingedrungen, gewalttätig und
mehrfach des Geländes verwiesen worden war. Dadurch empfand er sich
wohl ungerecht behandelt und rief die Polizei. Diese reagierte vor Ort
völlig über, hinterfragte zu keinem Zeitpunkt die Umstände und
stürzte sich ohne zu zögern auf das zuerst angetroffene SSK-Mitglied
an der Tür, rang es zu Boden, misshandelte, fesselte und entführte es.

Die Gewalt gegen unseren Genossen ist ein nicht hinzunehmender Akt der
Barbarei. Es handelt sich um eine Form staatlichen Terrors, der oft im
Geheimen, der möglichst ohne Zeug*innen und der möglichst ohne Beweise
abläuft. Dieser Staatsterror findet immer wieder statt, bevorzugt gegen
Minderheiten und Menschen ohne Lobby, oft aus rassistischen oder anderen
diskriminierenden Gründen. Er wird so durchgeführt, dass es nichts
Gerichtsverwertbares gibt.

Und er wird gedeckt
- von Kolleg*innen mit ihrem Korpsgeist,
- von Staatsanwaltschaften, die eher die Opfer durch alle Instanzen
zerren als die Täter*innen und
- von Politiker*innen, die der Exekutive freie Hand geben.

Zu diesem Zweck
- wurde die Kennzeichnung von Polizist*innen lange Zeit verweigert und
nach kurzer Einführung direkt wieder abgeschafft;
- ermitteln Polizist*innen gegen Polizist*innen und keine unabhängigen
Institutionen;
- sind Staatsanwaltschaften zuständig, die von der Polizei abhängig
sind, weil diese ihre Ermittlungsarbeit leistet;
- verweigern Innenminister auf allen Ebenen unabhängige Untersuchungen
zu Polizeigewalt und rechten Strukturen im Polizeidienst und
- gibt es in der Regel keine manipulationssicheren Videoaufnahmen oder
unabhängige Aufsichtspersonen in den Gewahrsamsstellen.

Kommt zu der Kundgebung gegen Polizeigewalt.

Veranstalter*innen: Alle Bewohner*innen, Kolleg*innen und
Vereinsmitglieder der*des SSK

[Dokumentation des Aufrufs unserer Friendz* vom SSK Ehrenfeld]

Kundgebung gegen Polizeigewalt:
Wann?: Freitag, 02. Juli 2021 ab 18 Uhr
Wo?: Venloer Straße 354 vor der Polizeiwache Köln-Ehrenfeld

Triggerwarnung: Die folgenden Schilderungen beschreiben Gewaltakte durch die Polizei, die bei Opfern von Gewalt Traumata wieder aufleben lassen können.

In der Nacht von Samstag, den 5. Juni auf Sonntag überfiel die Kölner
Polizei den SSK-Ehrenfeld, zerrte einen Bewohner und Kollegen, der auch
Vereinsmitglied ist, vom Grundstück des SSK und brachte ihn gewaltsam
zu Boden. Bevor sie ihn fesselten, misshandelten sie ihn, traten und
schlugen ihn und brachen ihm dabei den einen Arm auf Höhe des Ellbogens
und verletzten die Hand des anderen Arms. Daraufhin verfrachteten sie
ihn in ein Polizeifahrzeug, fuhren davon, um kurze Zeit später wieder
anzuhalten. In einer völlig unbelebten Gasse in Ehrenfeld wartete ein
weiteres Polizeifahrzeug auf sie, und es folgten weitere Misshandlungen
im Polizeiwagen. Polizisten rammten mehrfach dem auf dem Rücksitz
sitzenden, entführten SSK-Mitglied die Rückenlehne des Beifahrersitzes
auf seinen Oberkörper und quetschten ihn so mit seinem gebrochenen Arm
immer wieder ein.

Daraufhin fuhren die Gewalttäter in Polizeiuniform das Opfer ins
Zentralgewahrsam im Präsidium Köln-Kalk, wo er zwangsweise n***t
ausgezogen wurde. In eine Zelle gesperrt wurde er stundenlangem
Psychoterror ausgesetzt. Um 6.20 Uhr am Morgen wurde er schließlich auf
die Straße gesetzt mit geschwollenen, gebrochenen Armen, Hämatomen und
Prellungen am ganzen Körper - misshandelt, verprügelt, verletzt,
beleidigt und gedemütigt.

Im Gewahrsam hatte ein Arzt der Polizei dem Gewaltopfer lediglich Blut
abgenommen, sich jedoch nicht um seine Verletzungen gekümmert und diese
nicht angemessen versorgt bzw. versorgen lassen. Im Gegenteil wurde ihm
der gebrochene Arm gewaltsam fixiert und die Nadel in diesen verletzten
Körperteil gestochen.

Der Verletzte musste nach Entlassung aus dem Gewahrsam selbst ärztliche
Hilfe suchen. Er begab sich in ein Krankenhaus, wo seine Fraktur
versorgt und sein Arm in Gips gelegt wurde. Inzwischen zeigt sich, dass
auch Sehnen des Arms verletzt sind.

Anlass für den Polizeieinsatz war die Alarmierung durch einen Nachbarn,
der widerrechtlich auf das SSK-Gelände eingedrungen, gewalttätig und
mehrfach des Geländes verwiesen worden war. Dadurch empfand er sich
wohl ungerecht behandelt und rief die Polizei. Diese reagierte vor Ort
völlig über, hinterfragte zu keinem Zeitpunkt die Umstände und
stürzte sich ohne zu zögern auf das zuerst angetroffene SSK-Mitglied
an der Tür, rang es zu Boden, misshandelte, fesselte und entführte es.

Die Gewalt gegen unseren Genossen ist ein nicht hinzunehmender Akt der
Barbarei. Es handelt sich um eine Form staatlichen Terrors, der oft im
Geheimen, der möglichst ohne Zeug*innen und der möglichst ohne Beweise
abläuft. Dieser Staatsterror findet immer wieder statt, bevorzugt gegen
Minderheiten und Menschen ohne Lobby, oft aus rassistischen oder anderen
diskriminierenden Gründen. Er wird so durchgeführt, dass es nichts
Gerichtsverwertbares gibt.

Und er wird gedeckt
- von Kolleg*innen mit ihrem Korpsgeist,
- von Staatsanwaltschaften, die eher die Opfer durch alle Instanzen
zerren als die Täter*innen und
- von Politiker*innen, die der Exekutive freie Hand geben.

Zu diesem Zweck
- wurde die Kennzeichnung von Polizist*innen lange Zeit verweigert und
nach kurzer Einführung direkt wieder abgeschafft;
- ermitteln Polizist*innen gegen Polizist*innen und keine unabhängigen
Institutionen;
- sind Staatsanwaltschaften zuständig, die von der Polizei abhängig
sind, weil diese ihre Ermittlungsarbeit leistet;
- verweigern Innenminister auf allen Ebenen unabhängige Untersuchungen
zu Polizeigewalt und rechten Strukturen im Polizeidienst und
- gibt es in der Regel keine manipulationssicheren Videoaufnahmen oder
unabhängige Aufsichtspersonen in den Gewahrsamsstellen.

Kommt zu der Kundgebung gegen Polizeigewalt.

Veranstalter*innen: Alle Bewohner*innen, Kolleg*innen und
Vereinsmitglieder der*des SSK

Adresse

Luxemburger Str. 93
Cologne
50939

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Das Autonome Zentrum ist ein Treffpunkt für organisierte und nicht-organisierte Menschen aus den verschiedensten sozialen, politischen und kulturellen Zusammenhängen. Es bietet einen unkommerziellen Raum für Ausstellungen, Infoveranstaltungen, Gruppentreffen, Konzerte, Parties, Kneipe, Essen, Kino und vieles mehr. [...] Im Autonomen Zentrum wird entlang emanzipatorischer Inhalte parteiunabhängige Politik und Kultur betrieben. [...] Das Gelingen der Veranstaltungen und der Fortbestand des Autonomen Zentrums liegen bei verantwortungsbewussten Besucher_innen, die sich immer als handelnde Subjekte und nicht als passive Konsument_innen wahrnehmen. Das vollständige Selbstverständnis unter www.az-koeln.org

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Bemerkungen

nächste Termine: 13.11.2021 Alfter, Wohnzimmer Alfter (freda im Wohnzimmer Alfter) 19.11.2021 Köln, Autonomes Zentrum Köln 27.11.2021 Köln, die beymeister (mit tinie creatures)
Hallihallo! Ein einerseits sehr geiles und nicht minder wichtiges Event am 15.11. in der Kölner Nachtigall: attac Köln macht am 15.11. ein Konzert mit dem US-Songwriter und linken Aktivisten David Rovics aus Portland. Der Hut geht an alle Dörfer bleiben. Vielleicht könntet ihr über eure Kanäle ein bisschen Werbung machen. Hier der FB Link: https://bit.ly/3CBI06d Vielen lieben Dank euch! greetz, Ingo
2021 Releasesammlung // sollen wir Mal was neues aufnehmen eigentlich? . #diefastdiefast als #pogendroblem bandcamp exclusive für radikale Hochschulpolitik in Thessaloniki https://pogendroblem.bandcamp.com/album/die-fast-die-fast Spätilord Vollkomfort bei Bruno Ist Dagegen für #Seenotrettung https://brunoistdagegen.bandcamp.com/album/bid-friends-present-leavenoonebehind Wie betäubst du dich bei @flennen for #fun https://flennen.bandcamp.com/album/flennen-no-11 Shirt an bei Moshpit Zine für #feminism in Polen https://moshpit-zine.bandcamp.com/album/softcore Hund bei george korea records für den Club Wiz und bei Autonomes Zentrum Köln für selbiges https://georgekorearecords.bandcamp.com/album/many-options-just-hits-i CSU bei Provinz Postille for #punk https://provinzpostille.bandcamp.com/album/sampler-7 Foto: @impressure_
👍👍
Liebe Freund*innen, wir organisieren gerade ja als School of Political Hope gemeinsam mit IIPM/Milo Rau, #LeaveNoOneBehind und vielen mehr die "School of Resistance" am Schauspiel Köln. Wir würden uns freuen, wenn Ihr diese Veranstaltung verbreiten und auch selbst am Workshopprogramm "How To Resist" teilnehmen würdet. Anmeldungen sind hier über die Seite möglich: https://www.politischehoffnung.eu/school-of-resistance-koeln/ Wir freuen uns auch sehr, wenn Ihr die Seite und die FB-Veranstaltung teilt: https://www.facebook.com/events/406250134253197 Liebe Grüße und merci! Georg (School of Political Hope)
☆ AZ KÖLN SOLI-MIXTAPE ☆ 11 years ago we squatted an empty building in Köln-Kalk. It still feels unreal that the place is still around (eventhough it moved two times). There's a legal contract since a couple of years, but now the city want to get rid of the place to make space for a lawn without offering us alternatives. The struggle costs quite some money and the pandemia already has eaten all savings... To celebrate the 11th birthday, 11 of the bands that are rehearsing in the Autonomes Zentrum Köln contributed one song. Get the tape from our shop: diyordie.net #azkoeln #autonomeszentrumköln #mülheimasozial #finisterrepunx #mixtape
Ladet euch den Soli-Sampler für das AZ Köln runter! Autonomes Zentrum Köln braucht Kohle für die ganzen Kosten und für den Kampf zum Erhalt! #AZbleibt ohne Kompromisse! #Spenden + #Teilen + #Entliken wer hier keine 4 EURO lässt! --> https://autonomeszentrumkoeln.bandcamp.com/album/kein-tag-ohne-soli-mixtape Finisterre > Mülheim Asozial > pogendroblem > Kollektiv Abschaum > Raest > GEDRÄNGEL > Giver > This Girl Will Self-Destruct > Blockshot > Sleep Kit > KENNY KENNY OH OH uvm.
Stark! Checkt mal das neue AZ Soli-Mixtape aus, viele friends mit nicen Bands am Start! Ladet das Ding und lasst ein paar Tacken da, alle Einnahmen werden dem Autonomes Zentrum Köln gespendet.
Statement der Seebrücke Köln zum aktuellen Covid-19-Ausbruch in der Geflüchtetenunterkunft Herkulesstraße (english below) Nachdem letzte Woche zuerst mehrere Mitarbeiter:innen und anschließend auch 41 von insgesamt 108 Bewohner:innen der Geflüchtetenunterkunft in der Herkulesstraße positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, hat die Stadt Köln die gesamte Unterkunft unter Quarantäne gestellt.[1] Die Polizei und das Ordnungsamt haben die Unterkunft komplett abgeriegelt, die Bewohner:innen dürfen sie nicht verlassen und es gibt ein Betretungsverbot. Das bedeutet, dass die Geflüchteten von sämtlichen Unterstützungssystemen abgeschnitten und de facto eingesperrt sind. Natürlich ist es derzeit wichtig, insbesondere im Hinblick auf die ansteckenderen Mutationen des Virus, besonders vorsichtig zu sein und Infektionsketten wo immer möglich zu durchbrechen. Dennoch halten wir das Vorgehen der Stadtverwaltung aus verschiedenen Gründen für nicht akzeptabel. Seit Beginn der Pandemie wird von vielen verschiedenen Initiativen eine Coronapolitik gefordert, die strukturelle Ungleichheiten mitdenkt, anstatt sie zu verschärfen. Am Beispiel der Herkulesstraße wird einmal mehr deutlich, dass wir auch in Köln weit von einer solidarischen Pandemiebekämpfung entfernt sind. Eine Ausgangssperre für alle – auch die negativ getesteten – Bewohner:innen mit Gewalt durchzusetzen, widerspricht nicht nur einer rechtebasierten Corona- und Asylpolitik, sondern ist auch rechtlich höchst umstritten.[2] Ein solches Vorgehen wird im Übrigen auch vom Robert-Koch-Institut explizit abgelehnt.[3] In der Geflüchtetenunterkunft Herkulesstraße zeigt sich nicht nur, wie Grundrechte aufgrund der Pandemie eingeschränkt oder gar ignoriert werden, sondern auch, wie die effektive Bekämpfung des Coronavirus für eine restriktive und möglichst abschreckende Asyl- und Migrationspolitik geopfert wird. Bereits im Mai gab es einen großen Ausbruch in derselben Unterkunft, in der mehrere hundert Menschen gemeinsam lebten – und bereits damals wurde nicht nur das Vorgehen der Stadt im Ausbruchsfall, sondern auch die Sammelunterbringung an sich kritisiert. Insbesondere der Kontakt zwischen geflüchteten Bewohner:innen und den zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sie bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützen wollten, wurde mit allen Mitteln von Verwaltung und Ordnungsbehörden unterbunden. Der abgelegene Standort in der Herkulesstraße ist an sich so gewählt, dass die Vorgänge auf dem und um das Gelände herum im Stadtgeschehen weitgehend unsichtbar bleiben und der Zugang der dort lebenden Menschen zu Unterstützungssystemen beeinträchtigt wird. Zentrale Unterbringungseinrichtungen werden – nicht nur in NRW, sondern bundesweit – mit dem Kalkül betrieben, den Geflüchteten das Erreichen wichtiger städtischer Infrastruktur zu erschweren und sie bei ablehnenden Bescheiden schnell und unbemerkt abschieben zu können.[4] Derartige zentrale Sammelunterbringungen, in denen teils mehrere hundert Menschen ohne Privatsphäre oder Rückzugsorte gemeinsam leben, essen und schlafen müssen, sind immer eine Zumutung für die Betroffenen und deswegen unbedingt zu vermeiden. In Zeiten einer globalen Pandemie und eines bundesweiten Lockdowns sind sie unverantwortlich. Sie gefährden die Gesundheit der Bewohner:innen und werden zu Ausbruchsherden, die am Ende alle treffen, sei es durch erhöhte Ansteckungsgefahr oder indirekt durch verlängerte Lockdownmaßnahmen. Auch die Stadt Köln scheint nicht bereit, zur Eindämmung des Virus von ihrem politischen Kurs abzuweichen und beharrt darauf, die Notunterkunft beizubehalten. Sie verweist darauf, dass es möglich sei, Ansteckungen auch dort zu verhindern – eine Behauptung, die sich nun bereits zum zweiten Mal als falsch erwiesen hat. Die Seebrücke Köln möchte alle Verantwortungsträger:innen daran erinnern, dass Köln sich selbst als ,Sicheren Hafen‘ bezeichnet. Mit über einhundert Menschen in einer Unterkunft eingesperrt zu sein, von denen ein Teil mit einem gefährlichen Virus infiziert ist, während die Polizei das Ein- und Ausgehen unter Androhung von Gewalt verhindert, ist das Gegenteil von Sicherheit! Wenn das Bekenntnis der Stadt zu den Menschenrechten, die für alle gelten, ernst genommen werden soll, muss der Sichere Hafen Köln mehr als nur Symbolpolitik und Standortvermarktung sein! Das bedeutet nicht nur, die Zusagen zur kommunalen Aufnahme ernst zu nehmen, sondern eben auch, die hier lebenden Menschen mit Respekt für ihre Rechte zu behandeln und unterzubringen. Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Herr Sozialdezernent Rau: Was muss noch passieren, um ein Umdenken bei Ihnen zu bewirken? Weshalb ignorieren Sie die Mindeststandards für die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten in Köln, laut derer „bei drohender gesundheitlicher Gefährdung [...] kurzfristig alternative Unterbringungsressourcen“ für besonders schutzbedürftige Menschen bereitgestellt werden sollen?[5] Insbesondere auch die Fraktionen im Stadtrat, die im Vorfeld der Kommunalwahl vor wenigen Monaten die dezentrale Unterbringung geflüchteter Menschen gefordert haben, müssen sich jetzt vehement dafür einsetzen, dass dieses Versprechen eingelöst wird! Die Seebrücke Köln fordert von den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung: • Beenden Sie die gewaltsame Abriegelung der Geflüchtetenunterkunft in der Herkulesstraße! Im Akutfall wie jetzt ist partizipativ und sozialpsychologisch begleitet mit den Bewohner:innen zu besprechen, wie weitere Ansteckungen verhindert werden und zeitgleich erträgliche Wohnverhältnisse erhalten bleiben können. • Veranlassen Sie, dass negativ getestete Menschen nicht weiter am Verlassen der Unterkunft gehindert werden und stellen Sie alternative Unterbringungsmöglichkeiten bereit! • Ermöglichen Sie allen in Notunterkünften lebenden Menschen die Verwirklichung ihres Rechts auf Unterstützung von außen – nicht zuletzt durch Anwält:innen! • Organisieren Sie die dezentrale Unterbringung und die Möglichkeit für ein selbstbestimmtes Leben geflüchteter Menschen in Köln – und zwar nicht nur für Menschen mit positiv beschiedenen Asylanträgen! Handeln Sie jetzt! Sichere Häfen müssen mehr sein als leere Worte! #LeaveNoOneBehind [1] https://www.report-k.de/Koeln-Nachrichten/Koeln-Nachrichten/Stadt-stellt-FluechtlingsunterkunftHerkulesstrasse-unter-Quarantaene-und-riegelt-sie-mit-der-Polizei-ab-140433 [2]https://koelner-fluechtlingsrat.de/download/2020/1360/2020-12-01FluePo_final.pdf [3] https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/AEGU/Aufnahmeeinrichtungen.html;jsessionid=38D7A95E55ADAE51690EB170446E8C19.internet052?nn= 13490888#doc14256998bodyText6 [4] https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/fluechtlingsminister-stamp-kabinett-beschliesst-asylstufenplan-zur-entlastung-der [5] https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=585656&type=do Agisra, Initiative Herkulesstraße, Kölner Flüchtlingsrat e.V., Köln Alarm - Aktiv gegen Rechts, Antifaschistisches Aktionsbündnis - Köln gegen Rechts, Solidarity City Cologne, Interventionistische Linke Köln, K2 - Interventionistische Linke, Kein Mensch ist illegal, Willkommen in Nippes, Autonomes Zentrum Köln, Kein Veedel Für Rassismus ++++++++++++++++++++++++ Statement of Seebrücke Cologne on the current Covid-19- outbreak in the refugee shelter Herkulesstraße Last week several employees and afterwards also 41 of a total of 108 residents of the refugee accommodation in Herkulesstraße have been tested positive for the coronavirus. The city of Cologne quarantined the entire accommodation.[1] The police have completely sealed off the accomodation, the residents are not allowed to leave and there is a ban on entering. This means that the refugees are cut off from all support systems and are de facto locked-in. Of course it is important, especially in light of the more infectious mutations of the virus, to be particularly careful and to break chains of infection wherever possible. Nevertheless, we consider the actions of the city administration unacceptable for a number of reasons. Since the beginning of the pandemic, many different initiatives have been calling for a corona policy that takes structural inequalities into account instead of exacerbating them. The example of Herkulesstraße shows once again that in Cologne, too, we are a long way from solidary pandemic policies. A curfew for all implemented by force - even for those who have been tested negatively - not only contradicts a rights-based Corona and asylum policy, but is also highly controversial from a legal point of view. Such an approach is also explicitly rejected by the Robert Koch Institute.[3] The case of the refugee shelter in Herkulesstraße not only demonstrates how basic rights are restricted or even ignored due to the pandemic, but also how the effective fight against the coronavirus is sacrificed for a restrictive and deterrent asylum and migration policy. Back in May, there was a major outbreak in the same shelter where several hundred people were living together - and already then, the actions of the city in the case of an outbreak and the collective accommodation itself were criticized. In particular, the contact between refugee residents and the civil society organizations, which wanted to support them in exercising their right were prevented by all means by the administration and the regulatory authorities. In general, the remote location in Herkulesstraße is chosen so that the events on and around the site remain largely invisible and the access to support systems for the people living there is impaired. Central housing facilities are operated - not only in NRW, but nationwide - with the aim to make it difficult for refugees to reach important urban infrastructure and to be able to deport them quickly and unnoticed in the case of negative asylum decisions.[4] Such centralized collective accommodations, in which several hundred people are living together without privacy or places of retreat are an imposition for those affected and should therefore be avoided at all costs. In times of a pandemic and a nationwide lockdown, they are irresponsible. They endanger the health of the residents and become outbreak hotspots, which ultimately affect everyone, whether through increased risk of infection or indirectly through prolonged lockdown measures. The city of Cologne seems unwilling to deviate from its political course and insists on maintaining the emergency shelter. It points out that it is possible to prevent infections there - a claim that has now been proven wrong for the second time. Seebrücke Köln is reminding all responsible politicians that Cologne calls itself a 'safe harbor'. To be locked up in a shelter with more than one hundred people, some of whom are infected with a dangerous virus, while the police prevents people from entering and leaving under the threat of violence is the opposite of safety! If the city's commitment to human rights, which apply to all, is to be taken seriously, the Safe Harbor Cologne must be more than just a symbol and a label! This means not only taking seriously the commitments to additional municipal reception, but also to treat and accommodate the people living here with respect for their rights. Mayor Reker, Head of Social Affairs Rau: What needs to happen to bring about a change of mind on your part? Why do you ignore the minimum standards for the accommodation and care of refugees in Cologne, according to which "in the event of imminent health risks [...] alternative accommodation resources" at short notice for particularly vulnerable people are to be provided?[5] In particular, the parliamentary groups in the city council that called for decentralized accommodation of refugees in the run-up to the local elections a few months ago have to show that this promise is kept! Seebrücke Köln demands from those responsible in politics and administration: - End the forcible closure of the refugee accommodation in Herkulesstraße! In acute cases like this, it has to be discussed with the residents how further infections can be prevented and tolerable living conditions can be maintained. - Ensure that people who have been tested negative are no longer prevented from leaving the shelter and provide alternative housing! - Enable all people living in emergency shelters to realize their right to outside support - not least through lawyers! - Organize decentralized housing and the possibility for a self-determined life for refugees in Cologne - not only for people with positive asylum applications! Act now! Safe havens must be more than empty words! #LeaveNoOneBehind